Stahlaufschwung kommt nicht an. Die Deutsche Feuerfest-Industrie steht weiter unter Druck. Hohe Importmengen chinesischer Billigprodukte gewinnen Marktanteile.

Höhr-Grenzhausen, 29. Oktober 2026

Die deutsche Feuerfest-Industrie steht auch 2026 vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Trotz einer Erholung der Stahlproduktion bleiben Absatz und Umsatz der Branche unter Druck. Hohe Energie- und Netzkosten, zunehmender internationaler Wettbewerbsdruck und handelspolitische Eingriffe belasten insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen.

Die deutsche Feuerfest-Industrie steht auch 2026 vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Trotz einer Erholung der Stahlproduktion bleiben Absatz und Umsatz der Branche unter Druck. Hohe Energie- und Netzkosten, zunehmender internationaler Wettbewerbsdruck und handelspolitische Eingriffe belasten insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen.

Die Entwicklung der Feuerfest-Industrie ist eng an die Stahlindustrie gekoppelt, auf die mehr als 60 Prozent des Branchenabsatzes entfallen. Im ersten Halbjahr 2026 stieg die deutsche Rohstahlproduktion gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund neun Prozent auf 18,6 Millionen Tonnen. Dieser positive Impuls spiegelt sich bislang jedoch nicht in der wirtschaftlichen Entwicklung der Feuerfesthersteller wider.

Während die Unternehmen der Steine-Erden-Industrie mit mindestens 50 Beschäftigten laut Statistischem Bundesamt einen Zuwachs von 4,1 Prozent verzeichneten, musste die Feuerfest-Industrie einen Rückgang von 6,1 Prozent hinnehmen. Auch die Beschäftigung entwickelte sich rückläufig und sank um 12,1 Prozent. 

Die hohen Energie- und Netzkosten verschärfen die wirtschaftliche Situation.

Geopolitische Spannungen und handelspolitische Entwicklungen verändern zudem die Wettbewerbsbedingungen. Besonders belastend für den Massenmarkt wirken sich die steigenden Einfuhren chinesischer Feuerfestprodukte zu erheblich reduzierten Preisen aus. Dieser zunehmende Importdruck verschärft den Wettbewerb auf dem deutschen und europäischen Markt.

Der Wirtschaftsverband Deutsche Feuerfest-Industrie e. V. (DFFI) setzt sich weiterhin für bessere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und die Sicherung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit ein. Durch die unbeschränkte Einfuhr chinesischer Billigprodukte wurden in den letzten Jahren bereits große Anteile des Marktvolumens verloren.

Die Anpassungsfähigkeit vieler Unternehmen stehe unter großer Belastung. Im politischen Fokus steht insbesondere die Entkopplung des Strompreises von den Preisen fossiler Energieträger. Die Eskalation des Irankonflikts verdeutlicht die Risiken volatiler Gaspreise. Zugleich erschweren hohe Energiepreise die Transformation hin zur Klimaneutralität.

In diesem Kontext ist der Ausblick auf das kommende Jahr 2027 stark eingetrübt und kann nicht stabil prognostiziert werden. Ein positives Signal setzt die Entwicklung des Verbands: Trotz des schwierigen Marktumfelds konnte der DFFI im laufenden Jahr 2026 drei neue Mitglieder gewinnen.


Kontakt für Medien:

Heike Kohns
Deutsche Feuerfest-Industrie e. V.
Rheinstraße 58 in 56203 Höhr-Grenzhausen
T: +49 2624 9433-114 | E: kohns@dffi.de

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